Archiv fr "Software"
Ubuntu 9.04
Das Warten hat ein Ende. Vor etwas mehr als zwei Stunden ist die finale Version von Ubuntu 9.04, beziehungsweise in meinem Fall Kubuntu, verfügbar. Auf meinem Rechner ist der Upgrade-Vorgang soeben komplettiert und bislang läuft das Wolpertinger-Karnikel soweit fehlerfrei.

Im Allgemeinen wurde der Linux-Kernel in Jaunty auf die Version 2.6.28-11 und der Xorg-Server auf Version 1.6 aktualisiert. Bei Kubuntu ist nun zudem KDE 4.2 enthalten, statt KDE 4.1 und „adept“ wurde durch den neuen Paketmanager KPackageKit ersetzt. Mit Quassel findet ein Qt4-IRC-Client den Einzug in Kubuntu, welcher das KDE3-Relikt Konversation ersetzen soll und Amarok wurde auf die Version 2.0 aktualisiert. Desweiteren wird mit dem neuen Network-Plasmoid endlich der KNetworkManager ersetzt, was meines Erachtens auch höchste Zeit wurde.
Nähere Details, sowohl zur GNOME-, als auch zur KDE-Version findet man natürlich bei UbuntuUsers.
choqoK: mein neuer Lieblings-Twitter-Client
Lange Zeit war ich unter Linux am Verzweifeln, was einen Twitter-Client anging. Auf meinem Desktop verwende ich die 64bit-Version, sodass Adobe AIR zickt, weshalb TweetDeck, der Twitter-Client, den ich verwende, wenn ich ausnahmsweise mal Windows benutze, wegfiel.
Die meisten Twitter-Clients für GNU/Linux habe ich nach dem ersten Blick verworfen, weil sie einfach Mist waren: twitux und Gwibber waren einfach keine Alternative zu TweetDeck.
Doch nun habe ich ein kleines Programm, welches sich noch in einem recht frühen Entwicklungsstadium befindet gefunden, welches die perfekte Twitter-Lösung für mich ist: choqoK.

Anders als Twitux und Gwibber stellt choqoK sämtliche Funktionen, die ich benötige zur Verfügung und dies vor allem sehr komfortabel. Desweiteren integriert sich dieses kleine Programm zum Zwitschern perfekt in meine Desktopumgebung, KDE 4.2, da es auf Qt4 basiert und somit wie eine KDE-Anwendung aussieht, sich so bedient und sogar die Plasmoid-Mitteilungen, die mit Version 4.2 in den KDE-Desktop eingeführt wurden, unterstützt.
Ich jedenfalls kann choqoK jedem Linux-User wärmstens ans Herz legen.
Tuz statt Tux in Linux 2.6.29
Tux, der bekannte Linux-Pinguin, geht für drei Wochen in den Urlaub und wird im Linux-Kernel 2.6.29 durch Tuz, einen Tasmanischen Teufel mit aufgesetztem gelben Schnabel, ersetzt. Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Tasmanischen Teufel vom Aussterben bedroht sind.

Ich weiß ja nicht so ganz, was ich von dieser Aktion halten soll. Aber in 2.6.30 wird Tux ja auch wieder aus dem Urlaub zurück sein.
Die lächerliche EU-Klage gegen Microsoft
Ufff, es war ganz schön lange ruhig in diesem Blog, wofür ich mich an dieser Stelle entschuldigen möchte.

Um nun aber zum eigentlich Thema zu kommen: Ich bin weißgott kein Microsoft-Anhänger, ganz im Gegenteil, aber die neue EU-Sammelklage gegen Microsoft, der sich unter anderem bereits Mozilla, Google und Opera angeschlossen haben, ist ja mal in höchstem Maße lächerlich.
Die EU-Kommission ist der Meinung, die standardmäßig Auslieferung von Microsofts Betriebssystem Windows gekoppelt mit dem Internet Explorer verstoße gegen das europäische Kartellrecht und schade dem Wettbewerb der Webrowser. Aus diesem Grund wird man im kommenden Windows 7 den Internet Explorer als Bestandteil der Windows-Installation auch abschalten können.
Das finde ich aus zwei Gründen absolut lächerlich. Zum einen machen essentielle Bestandteile wie ein Webrowser, ein Media-Player oder auch ein E-Mail-Client ein Betriebssystem erst wirklich rund und man könnte die Klage beliebig auf andere Kernbestandteile des Windows-Systems ausweiten. Der eingebaute Editor schadet anderen Editor-Programmen, wie etwa Notepad++, Windows Mail schadet Alternativen wie Thunderbird etc pp – zumindest in Anbetracht der Argumentation der EU-Kommission wäre dies logisch.
Zum anderen frage ich mich, weshalb Microsoft verklagt wird, weil der Internet Explorer an Windows gekoppelt ist, während es ja beispielsweise bei Apple kein Problem ist, dass der Safari-Browser fester Bestandteil von Mac OS X ist.
Trotz aller Abneigung, die ich gegen Microsoft, Windows und den Internet Explorer hege, die EU-Kommission macht sich mit dieser Klage einfach nur lächerlich.
Debian 5 ist da

Heute ist, nach zwei Jahren Entwicklungszeit, nun die neue Version 5.0 mit dem Spitznamen „Lenny“ erschienen. Aufgrund der Debian-Philosophie, nur lang erprobte Software in das System zu integrieren verwendet “Lenny” noch den Kernel 2.6.26, während viele andere Distributionen, wie Ubuntu oder Fedora bereits auf Version 2.6.27 des Kernels setzen. X.org wurde mit dem neuen Debian-System auf Version 7.3 aktualisiert und die standard Desktopumgebung GNOME kommt in der 2.22 zum Einsatz. KDE findet man noch nicht als 4er-Version vor, da diese den Entwicklern noch nicht stabil genug ist, stattdessen setzt Debian GNU/Linux 5 noch auf KDE 3.5.10.
Desweiteren hat sich Debian wohl vorgenommen ein wenig einsteigerfreundlicher zu werden. Erstmals ist standardmäßig ein graphischer Installer für das System enthalten, im Gegensatz zu den vorherigen Versionen, die standardmäßig lediglich eine textbasierte Installationsroutine anboten. Außerdem findet man nach der Installation von Debian nun einen deutlich besser vorkonfigurierten Desktop vor, als in den vorherigen Debian-Systemen, was gerade die Einsteiger und den Desktopanwendern zu Gute kommen dürfte.
Herunterladen kann man das neue Debian auf der offiziellen Webseite der Distribution. Einen kurzen Test der Distribution kann man bei heise open finden.
Schriftdarstellung im Opera unter Linux verbessern
In der GNU/Linux-Version des Operas kommt es vor, dass einige Schriftarten in Webseiten stark verpixelt dargestellt werden, obwohl die Schriftenglättung aktiviert ist. Ich hatte dieses Problem zum Beispiel oft bei Überschriften auf Webseiten und bei Rivva.

Das lässt sich mit wenigen Klicks beheben, indem man in der Konfiguration zu “opera:config#Enable Core X Fonts” geht und dort die Funktion “Enable Core X Fonts”, die standardmäßig aktiviert ist, deaktiviert. Anschließend kann man den Opera neustarten und die Schriften werden normal geglättet, wie es sein soll:

Opera 10 meistert Acid 3
Seit heute steht die erste Alphaversion der kommenden Version 10 von meinem Lieblingsbrowser Opera zur Verfügung.
Neue Funktionen findet man in der Alphaversion nur wenig, da diese erst mit der kommenden Beta-Version kommen werden, dafür haben die Norweger jedoch unter der Haube tüchtig gearbeitet.
Die Rendering-Engine “Presto” kommt im Opera 10 in der Version 2.2 zum Einsatz, welche in der Standardkompatibilität stark verbessert wurde. Als erster Browser schafft der Opera 10 volle 100% beim Acid3-Test. Ansonsten soll die Engine knapp 30% schneller sein als zuvor und die Darstellung von SVG-Grafiken wurde optimiert.
Die Alpha-Version steht auf der Webseite von Opera für Windows, GNU/Linux, Mac OS X und BSD zum Herunterladen bereit.
Wann die Beta-Version freigegeben wird steht noch nicht genau fest, aber ich rechne damit, dass sie gegen Ende dieses Monats erscheinen wird. In dieser sollen laut den Entwicklern noch verschiedene neue Funktionen integriert werden, welche jedoch noch nicht genau genannt wurden, und die Benutzeroberfläche soll vom britischen Designer Jon Hicks, der unter anderem bereits das Firefox-Logo kreiert hat, verbessert werden.
AdBlock und NoScript im Opera
Gestern fragte Ben in den Kommentaren, ob Opera auch einen Werbeblocker, wie beim Firefox Adblock, habe und ob es im Opera etwas Vergleichbares zu NoScript gibt. Allgemein bleiben oft Leute beim Firefox, weil sie denken, bei dem norwegischen Browser auf Adblock und NoScript verzichten zu müssen. Eine Fehlannahme, denn beide Funktionen sind im Opera bereits standardmäßig enthalten, wenngleich man sie nicht auf den ersten Blick findet.
Werbeblocker
Grunsätzliches lässt sich jedes Element auf einer Webseite blocken, in dem man mit der rechten Maustaste auf die Webseite klickt und dann “Inhalt blockieren…” geht. Da es allerdings nervig wäre, jeden Werbebanner einzeln anzuklicken, um irgendwann werbefrei surfen zu können, kann man auch eine vorgefertigte Liste nehmen. Ich verwende die Liste von pgl:bits, welche sehr umfangreich ist und somit sehr zuverlässig Werbung blockt.
Diese Liste muss zunächst auf der Festplatte gespeichert werden (das geht einfach mit Datei > Speichern oder [STRG]+[S]) – der Name ist eigentlich egal, es bietet sich allerdings “urlfilter.ini” an. Nun muss nur die Datei als Liste für die zu blockierenden Inhalte ausgewählt werden, in dem man zu “opera:config#Network|URLFilterFile” geht und dort eure eben heruntergeladene Liste auswählt. Jetzt nur noch einmal den Opera neustarten und die Werbung ist Schnee von Gestern.
Zum Vergleich habe ich hier mal die Seite Wetter.com aufgerufen, auf der es extrem viel Werbung zu finden gibt – links ohne und rechts mit Werbeblocker.
Auch eine weiße Liste lässt sich einrichten: wenn man auf einer Webseite Werbung zulassen möchte, reicht ein Rechtsklick, durch den man in das Kontextmenü gelangt, in welchem man auf “Seitenspezifische Einstellungen” gehen muss. Jetzt muss man nur noch den Haken bei “Inhalts-Blockierung aktivieren” unter dem Register “Inhalt”.
NoScript
Auch NoScript ist im Opera bereits enthalten. Als erstes muss man die Einstellungen öffnen (Extras > Einstellungen) und dort zu der Registerkarte “Erweitert” springen, unter welcher man links den Abschnitt “Inhalte” auswählt, wo man den Haken vor “JavaScript aktivieren” entfernen muss. Dadurch ist JavaScript erstmal komplett deaktiviert.
Auf Webseiten, auf denen wir JavaScript erlauben möchten, können wir dies tun, in dem wir bei
“Rechtsklick > Seitenspezifische Einstellungen > Skripte” bei “JavaScript aktivieren” einen Haken setzen. Hiermit erlauben wir dieser Webseite, JavaScript zu verwenden, während es für die anderen Webseiten weiterhin deaktiviert bleibt.
KDE 4.2 Beta 1 freigegeben
Gestern ist die erste Beta der für Januar 2009 angekündigten Version 4.2 der Desktopumgebung KDE erschienen.
Neben dem obligatorischen Korrigieren von Fehlern haben die Entwickler auch wieder einige neue Funktionen und Optimierungen eingebaut.
Das Folder-View-Applet lässt sich nun, wie bereits im Vorfeld angekündigt, auch als Hintergrund verwenden, sodass Verknüpfungen und Dateien wieder klassisch auf dem Desktop abgelegt werden können. Auch an der Plasma-Engine selbst wurde ein wenig gebastelt. So lassen sich „Plasmoids“ nun auch in Ruby oder Python schreiben und es können Google Widgets mit Plasma verwendet werden.
Der eingebaute Compositor von KDE 4 hat ein paar neue Desktopeffekte spendiert bekommen und die entsprechenden Konfigurationsdialoge wurden etwas verbessert. Desweiteren soll KDE 4.2 nun prüfen, ob Compositing funktioniert, bevor die Effekte aktiviert werden können.
Die Taskleiste kann nun auch mehrere Zeilen umfassen, Fenster lassen sich gruppieren und im Traybereich können Symbole ausgeblendet werden.
„KRunner“, der „Ausführen“-Dialog von KDE, wurde mit einigen Plugins um neue Funktionen ergänzt, wie beispielsweise den Zugriff auf die Browserhistory. Zudem wurde die Darstellung auf mehreren Monitoren optimiert und ein neues Druckerkonfigurationssystem integriert.
Wie für eine Beta-Version üblich richtet sich die Version noch nicht an Endanwender, sondern an Tester, die bei der Suche nach Fehlern mithelfen möchten, sollte also nicht für den produktiven Einsatz verwendet werden. Wer Interesse hat, kann sich die Beta-Version auf der KDE-Webseite herunterladen.
Katastrophales Upgrade
Es ist schon einige Tage her, dass Ubuntu in der neuen Version 8.10 “Intrepid Ibex” erschienen ist. So kam es, dass ich gestern auch mein Kubuntu 8.04 auf die neue Version bringen wollte.
Problemlos bot mir Kubuntu das Upgrade an, welches auch soweit gut lief. Leider nur soweit, denn nach dem Upgrade erwartete mich eine unangenehme Überraschung: diverse Einstellungen waren einfach verschwunden, andere Dinge wurden nicht richtig übernommen und jetzt darf ich mich darum kümmern, dieses System wieder neu einzurichten.
Zunächst stellte ich fest, dass die Einstellung für die Plasmoide vom Upgrade-Prozess einfach mal komplett überschrieben wurden, sodass ich die gesamte Systemoberfläche erneut einrichten musste. Doch auch andere Einstellungen wurden freundlicherweise von Kubuntu überschrieben oder gelöscht, so etwa die Einstellung für mein Netzwerk, für welches ich IP und DNS von neuem einstellen musste.
Andere Dinge, die eigentlich vom Upgrade überschrieben werden müssten, schienen hingegen unberührt. So war etwa die Konfiguration der Repositories noch genau dieselbe, wie zuvor bei “Hardy Heron”.
Mittlerweile läuft das System größtenteils wieder so, wie zuvor, aber ärgerlich finde ich es dennoch. Ich weiß zwar nicht, wie es dazu kam, aber auf jedenfall ist bei dieser Aktualisierung irgendetwas schief gegangen.







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