Fenster minimieren à la Apple
Sicherlich kennen alle den Effekt, den man bei Mac OS X hat, wenn man ein Fenster minimiert.
Das ganze nennt sich “Magic Lamp” oder auch “Genie”. Ich muss zugeben, dass dies das einzige ist, was mir beim Apple gefällt, wenngleich es nutzloser Eye-Candy ist.
Jedenfalls lässt sich der Effekt unter Linux mit ein paar einfachen Schritten auch nutzen, vorrausgesetzt man verwendet Compiz. Standardmäßig gibt es hier den Effekt “Magic Lamp”, der sich jedoch ein wenig vom Apple “Magic Lamp” unterscheidet. Compiz Magic Lamp schlägt beim Minimieren von den Fenstern Wellen, was den ganzen Effekt in meinen Augen kaputt macht. Mit den Wellen ist es dann einfach zu viel des Guten. Zwar kann man einstellen, wie viele Wellen der Effekt beinhalten soll, jedoch ist das Minimum hierbei 3, das heißt, ein Nutzen ohne Wellen ist so erst einmal nicht möglich.
Nach einigem Suchen habe ich herausgefunden, wie man die Wellen auf 0 stellen kann, sodass der Effekt genauso aussieht, wie bei Mac OS X.
Benötigt wird ein Hex-Editor – bei mir kam ghex2 zum Einsatz – sowie ein beliebiger Editor – ich habe hierfür den textbasierten nano gewählt (mit grafischen Editoren wie gedit oder Kate ist es aber genauso möglich).
Damit man die Dateien verändern kann, benötigt man Root-Rechte.
- Mit dem Hex-Editor die Datei “
/usr/lib/compiz/libanimation.so” öffnen.
ghex2 /usr/lib/compiz/libanimation.so - Nun muss man nach “
magic_lamp_max_waves.<min>3</min>” suchen und die 3 durch eine 0 zu ersetzen (<min>0</min>). Nachdem man die Datei gespeichert hat, kann man sie nun schließen. - Mit einem Editor (nano, gedit, emacs – geht eigentlich jeder) die Datei “
/usr/share/compiz/animation.xml” öffnen.
gedit /usr/share/compiz/animation.xml - Nun muss man in der Datei nach “
<short>Magic Lamp Max Waves</short>” suchen. Einige Zeilen darunter befindet sich die Zeile “<min>3</min>“. Auch hier muss die 3 wieder zu einer 0 geändert werden. Anschließend kann man die Datei schließen, nachdem sie gespeichert wurde. - Damit die Änderungen auch wirken muss nun der X Server neu gestartet. Dies kann man über die Tastenkombination [STRG]+[ALT]+[BACKSHIFT] getan werden (danach muss man sich wieder neu einloggen). Alternativ kann man natürlich auch einfach das System neustarten.
- Nun kann man in den Optionen für Compiz bei “Animationen” unter dem Reiter “Effekt-Einstellungen” unten bei “Wunderlampe” die Anzahl der Wellen auf 0 stellen.
So sieht das Resultat bei mir aus:
![]()
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(Auf die Bilder klicken um sie zu vergrößern)
Auf den Screenshots ist das ganze ein bisschen verzerrt, aber im normalen Systemgebrauch bemerkt man dies natürlich nicht.
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3 Kommentare
schick schick, leider hab ich ja windoof
ich guck mal obs das nicht auch für winxp gibt
Es könnte sein, dass das mit Stardock WindowFX möglich ist.
Ich weiß es aber nicht genau.
Vielen Dank für diesen Tip. Hab ihn gleich umgesetzt und finde die Animation nun wesentlich besser…