Posted by Marc on 24th Dezember 2009

Fontrendering unter Linux-Systemen verbessern

Schon lange habe ich, was Fontrendering angeht, sehr neidisch auf die Mac-Benutzer geschaut. Windows hat mit Cleartype mittlerweile zwar eine ganz gescheite Fontrenderingtechnologie, doch im direkten Vergleich zu Mac OS X wirkt Cleartype noch immer sehr viel kantiger und pixeliger, als die weichen Schriften unter OS X. Nun, als GNU/Linux-Nutzer hat man hier wie so oft weit mehr Flexibilität, als man es unter Windows-Rechnern hat. Unter Linux kommt Freetype zum Einsatz, das wesentlich mehr Möglichkeiten bietet, das Schriftbild seinen Wünschen anzupassen.

In den graphischen Oberflächen, zumindest was KDE und Gnome angeht, ist die Konfigurationsmöglichkeit allerdings recht spärlich ausgefallen. Um das volle Potential von Freetype auszuschöpfen muss man per Hand die Konfigurationsdatei bearbeiten.
So ist das Fontrendering auf meinem Rechner mittlerweile dem von Mac OS X zum Verwechseln ähnlich und ich könnte mir kaum mehr vorstellen, mit der Standardkonfiguration zu arbeiten:

fontrendering

Um die Darstellung der Fonts so anzupassen muss man nur in die Datei ~/.fonts.conf folgendes eintragen:

<?xml version="1.0"?>
<!DOCTYPE fontconfig SYSTEM "fonts.dtd">
<fontconfig>
<match target="font" >
<edit mode="assign" name="autohint" ><bool>true</bool></edit>
</match>
<match target="font" >
<edit mode="assign" name="rgba" ><const>none</const></edit>
</match>
<match target="font" >
<edit mode="assign" name="hinting" ><bool>false</bool></edit>
</match>
<match target="font" >
<edit mode="assign" name="hintstyle" ><const>hintnone</const></edit>
</match>
<match target="font" >
<edit mode="assign" name="antialias" ><bool>true</bool></edit>
</match>
</fontconfig>

Nun muss man sein System nur noch neustarten und man kommt in den Genuss eines besseren Fontrenderings.

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