Gentoo in der Krise
Die bekannte Linux-Distribution Gentoo durchläuft momentan eine schwierige Phase. Nachdem zu Beginn des Jahres die Version 2008.0 bereits später erschien, als zuvor geplant, hat das Gentoo Projekt dessen Nachfolger, 2008.1, komplett gestrichen. Der Grund dafür soll ein Mangel an Personal sein.
Es ist schon seltsam, dass ausgerechnet Gentoo, die Distribution, die sich eigentlich an fortgeschrittene Anwender richtet und mit einem hohen Anteil an Experten unter den Benutzern hat, zu wenig Entwickler hat. Auch wenn es zweifelsohne eine Menge Möchtegern-Linux-Geeks gibt, die Gentoo auf ihrem Rechner installieren, obwohl sie keinerlei fortgeschrittene Kenntnisse zu GNU/Linux haben, doch dennoch wird der Großteil der Gentoo-Anwender viel Wissen über GNU/Linux und Entwicklung haben. Immerhin wird auf der Webseite Gentoos um Hilfe bei der Entwicklung der GNU/Linux-Distribution gebeten.
Tot ist Gentoo allerdings (noch) nicht. Mit der Stornierung der 2008.1-Version hat sich das Projekt dafür entschieden, die Veröffentlichungs-Politik zu ändern. Statt des bisherigen Release-Zyklusses soll nun wöchentlich ein Tarball der Entwicklerversion bereitgestellt werden. Desweiteren ist eine jährliche Live-CD geplant.
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