Ma.Gnolia wird Open-Source
Ma.gnolia, der wohl hübscheste Social-Bookmarking-Dienst zur Zeit, gefällt mir sehr gut. Man kann sich über OpenID einloggen, verwendet Standards wie APML, sieht gut aus und ist noch dazu XHTML valide (wenn man mal von der fehlenden Zeichenkodierung absieht).
Seltsamerweiße sind die Benutzerzahlen dennoch relativ gering, was daran liegen könnte, dass Ma.gnolia in den vereinigten Staaten der direkte Konkurrent vom Social-Bookmarking-Urgestein Delicious ist.
Doch das will Ma.gnolia nun ändern, indem sie sich von den Konkurrenten durch ein revolutionäres Konzept abhebt.
Erster Teil dieses neuen Konzeptes ist die Veröffentlichung des kompletten Quellcodes von Ma.Gnolias System unter einer Open-Source-Lizenz, die im September stattfinden wird. Welche Lizenz das genau sein wird ist noch nicht bekannt, ich vermute allerdings, dass die Wahl auf die GPL fallen wird.
Was aber noch viel interessanter ist, ist das Synchronisationskonzept. Nachdem Ma.gnolia Open-Source-Software ist, lässt sich das Ma.gnolia System auf jedem beliebigen Server installieren. Das alleine wäre aber alles andere als Vorteilhaft, schließlich würde sich so die Benutzergemeinschaft auf die verschiedenen Mirror aufteilen, also hat sich Ma.gnolia eine Synchronisationstechnik einfallen lassen: jeder Ma.gnolia-Mirror wird die gespeicherten Lesezeichen mit dem „Mutterserver“ des Dienstes synchonisieren.
Ob dieses Konzept aufgehen wird, wird man sehen, allerdings gehe ich nicht davon aus, dass die Nutzerzahlen großartig steigen werden, da diese Neuerungen für die meisten Benutzer irrelevant ist und im Grunde nur für technisch interessierte Leute, wie mich, interessant ist.
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