Posted by Marc on 22nd Dezember 2007

Werbung im Internet

Komischerweise ist Werbung im Internet meistens unglaublich nervig, mehr als in Zeitschriften und im Fernsehen. Ich habe überhaupt nichts gegen Werbung im Internet – irgendwie müssen sich Seiten finanzieren – doch man muss die Werbung in Maßen halten und außerdem auf die unglaublich nervigen Werbemethoden verzichten (ich habe auf meinem Blog zwar leider auch Layer Ads, aber die sind nicht von mir, sondern kommen durch meinen Hoster Pytalhost, der früher mal werbefrei war).
Ich frage mich schon seit langer Zeit, weshalb die meisten Webseiten dermaßen viel Werbung auf der Webseite haben, dass die Werbung eben nicht mehr in Ordnung ist.

Paradebeispiel dafür sind zum Beispiel die Webseiten der Fernsehsender, die zur RTL Group gehören. Allen voran dabei RTL.de.
Oben ein animierter Banner, rechts ein Flashbanner, in der Mitte ein nerviges Flashpopup, im Content noch ein Flashbanner, 2 geblockte Pop-Ups und in der rechten Contentspalte noch mehr Anzeigen.

Werbung auf RTL.de

Ein Banner auf der rechten Seite und meinetwegen noch die Anzeigen in der rechten Contentspalte wären in Ordnung, aber eine Webseite, die so überladen ist mit Werbung ist wirklich nur nervig. Außerdem sind Flash-Pop-Ups eine der absolut beklopptesten Werbemethoden, die es im Web gibt. Eigentlich ist Flash sowieso nur nervig.
Es geht noch schlimmer als RTL.de. Schlimmer als Flash-Pop-Ups sind nur noch Flash-Pop-Ups, die ihre nervigen Flash Videos mit unglaublich lautem Sound abspielen. Wie kommt jemand denn bloß darauf, als Werbung ein Video zu benutzen, dass sich automatisch startet und dazu noch eine derartige Lautstärke hat, dass einem danach die Ohren schmerzen?Es muss aber nicht immer überladen sein, es kann auch nur eine Art von Werbung ausreichen um unglaublich zu nerven. Eine Methode dafür sind zum Beispiel Layer Ads.
Man beginnt den Text auf der jeweiligen Seite zu lesen und nach 3 Sekunden taucht auf einmal ein hässliches kleines Fenster auf, dass für irgendetwas wirbt (merkwürdigerweise meistens ) und verdeckt den ganzen Inhalt. Wegklicken genügt meistens nicht mal, denn dann öffnet sich die Webseite des beworbenen Produkts oder der beworbenen Firma als Pop-Up. Klasse, da freut man sich als Leser doch gleich!

Layer Ad

Nervtötende Werbemethoden, die dritte: eine geniale Idee sind natürlich auch Prestitials, eine Seite mit Werbung, die vor der eigentlichen Seite erscheint. Nach einer kurzen Wartezeit wird man zur eigentlichen Webseite vorgeschaltet. Das lässt sich zwar meistens über einen Link zur eigentlichen Seite überbrücken, nervt aber trotzdem extrem. Da möchte man eine Webseite aufrufen und stattdessen bekommt man erst einmal irgendwelche Werbung angezeigt bevor man zur gewünschten Website kommt. Was soll das? Das ist nicht sonderlich effektiv, es nervt eben einfach nur, genauso wie Layer Ads.

Pretitials

Ein weiteres Paradebeispiel für schlechte Werbung ist der deutsche YouTube-Klon MyVideo. Tatsächlich blendet MyVideo während man das Video abspielt oben am Rand Werbung ein, die einen (nicht sonderlich kleinen) Teil des Bildes verdecken. Wie kann man bloß auf eine solche Idee kommen? Ist denn niemandem eingefallen, dass diese Werbung die Benutzer eventuell ein wenig stören könnte? Anscheinend nicht, aber so ist es kein Wunder, dass MyVideo nicht gerade das erfolgreichste Videoportal ist.

Werbung im Videoplayer von MyVideo

Dabei gibt es doch für Videoportale viel bessere Methoden, Werbung einzublenden. Die Werbung am Ende des Videos hat MyVideo auch und die hätte völlig gereicht und vorallem nicht so sehr genervt.

 

Bei solchen Werbemethoden, ist es doch kein Wunder, dass die meisten (schlauen) User inzwischen – zurecht! – einen Werbeblocker nutzen. Für den Internet Explorer gibt es schließlich Addons um Werbung zu blocken, für Firefox gibt es Adblock Plus und mein geliebter Opera Browser hat einen Werbeblocker bereits von Haus aus integriert. Dass Werbung bei gewissen Werbemethoden oder ab einer gewissen Menge einfach nur schrecklich ist, sollten die Webseitenbetreiber vielleicht mal bedenken, ehe sie dann zum Beispiel Jammerbanner bei Verwendung von Werbeblockern anzeigen, wie es zum Beispiel Winfuture macht.

 

    3 Kommentare

  1. Elias sagt:

    Es ist unverschämt von MyVideo, Werbung im Bildbereich zu plazieren.

  2. Schrempfy sagt:

    Youtube blendet nun auch Werbung in Videos ein. Naja, in Videos ist etwas falsch. Darüber ist der passende Begriff. Allerdings profitieren auch die Leute von der Werbung, die das Video hochgeladen haben. Youtube bietet aber nur den Uploadern von beliebten Videos dieses Feature an.
    Unpopuläre Videos werden dann wohl auch noch für die nächste Zeit werbefrei sein.
    Jetzt weiss man zumindestens wie Google die Rekordsumme wieder aufholen will. :)

  3. Marc sagt:

    Youtube blendet nun auch Werbung in Videos ein. Naja, in Videos ist etwas falsch. Darüber ist der passende Begriff. Allerdings profitieren auch die Leute von der Werbung, die das Video hochgeladen haben. Youtube bietet aber nur den Uploadern von beliebten Videos dieses Feature an.
    Unpopuläre Videos werden dann wohl auch noch für die nächste Zeit werbefrei sein.
    Jetzt weiss man zumindestens wie Google die Rekordsumme wieder aufholen will.

    YouTube bindet aber – soweit ich weiß – keine Werbung in laufende Videos ein und verdeckt damit einen Teil des Bildes. Ich kenne von YouTube nur Werbung wie diese. Oder welche Werbung meinst du?

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