Windows Seven
Windows Vista ist gerade mal ein Jahr alt und es gibt schon einen Haufen Spekulationen um dessen Nachfolger. Angeblich sollen sogar schon die ersten Vorabversionen im Umlauf sein. Ob das stimmt weiß ich nicht, aber ein paar Informationen zum künftigen Windows gibt es dennoch schon.
Bei Windows Vista galt eher „Evolution statt Revolution“, doch bei Windows Seven könnte es sich dann doch um eine Revolution handeln.
Dies betrifft sowohl die GUI von dem neuen Windows, als auch die Technik unter der Haube.
Die GUI wird vermutlich komplett erneuert und wird die bisherige Oberfläche, die bereits seit Windows 3.1 verwendet wird, ersetzen. Dabei wird von vielen vermutet – auch von mir – dass die neue Oberfläche ähnlich funktionieren wird wie die Oberfläche des Microsoft Surfaces. Dabei funktioniert der Windows Desktop ähnlich, wie ein realer Tisch. Eine derartige Oberfläche würde viele Vorteile bieten: so ließen sich zum Beispiel mehrere Dokumente (virtuell) stapeln.
Außerdem vermute ich, dass der Surface nicht das einzige Touch Screen Produkt bleiben wird, sondern dass Microsoft noch mehr Touchscreen-Produkte herausbringen wird – andere Hersteller werden dem sicher folgen – und Windows Seven eine sehr gute Touchscreen-Steuerung enthalten wird. Diese Vermutung liegt nahe, nachdem Microsoft-Mitarbeiter Hilton Locke in seinem Blog schrieb „Wenn ihr schon von den Touch-Features des iPhones beeindruckt seid, wird euch Windows 7 umhauen“.
Doch wie gesagt, wird sich auch unter der Haube mit Windows Seven so einiges ändern.
Wichtigste Änderung dabei ist der neue Kernel. Microsoft will den Windows Kernel für Windows Seven komplett neu programmieren, um den 15 Jahre alten NT Kernel zu ersetzen. Der neue Kernel soll „MinWin“ heißen und sich dank des Modulsystems des neuen Kernels mit nur 25 Megabyte Festplattenplatz und 40 Megabyte RAM begnügen. Eigentlich bietet der MinWin Kernel nur die Grundfunktionen und je nachdem für welches Einsatzgebiet das System verwendet wird, werden die jeweiligen Module hinzugefügt.
Durch den neuen Kernel würden allerdings viele Programme nicht mehr unter Windows Seven funktionieren. Die Lösung für dieses Problem nennt sich Virtualisierung. Ältere Programme sollen bei Windows Seven automatisch virtualisiert werden. Der Benutzer wird dies allerdings nicht vermutlich gar nicht bemerken, da sich das virtualisierte Programm vollkommen in die Oberfläche einbinden soll.
Außerdem werden die Netzwerkfunktionen mit Windows Seven verbessert. Microsoft will mit Windows Seven virtuelle Netzwerkadapter einführen, sodass man sich über WLAN nicht weiterhin nur mit einem Netzwerk verbinden kann, sondern mit mehreren, obwohl nur ein physischer WLAN Adapter vorhanden ist.
Das neue Dateisystem WinFS, welches eigentlich bereits in Windows Vista integriert werden sollte, wird – hoffentlich – auch dabei sein. Ebenso natürlich auch der Internet Explorer 9 und der Windows Media Player 12. Desweiteren wird Microsoft, wenn man den Gerüchten glauben kann, auch virtuelle Desktops, die man bereits von Linux kennt, einführen.
Ebenfalls soll die Bedinung von Bitlocker und der Windows Firewall einfacher werden. Dies kann ich allerdings nicht verstehen, denn in meinen Augen ist die Bedinung dabei leider schon zu viel zu vereinfacht, da leider keine wirklich komplexen Einstellungen möglich sind. Aber glücklicherweise lässt sich die Windows Firewall ja durch bessere Lösungen ersetzen.
Windows Seven hat auf jeden Fall Potenzial und könnte das schaffen, was Vista nicht geschafft hat. Ich persönlich freue mich einfach auf Windows Seven, denn die bisherigen Ideen hören sich ziemlich gut und nützlich an. Der überladene, aufgeblähte NT Kernel wird endlich durch einen neuen modernen Kernel ersetzt, man kommt endlich auch ohne Zusatzprogramme unter Windows in Genuss virtueller Desktops – obwohl ich das bei mir unter meinem Linux-System schon lange habe
– endlich wird NTFS (hoffentlich) durch WinFS ersetzt und die neue Oberfläche hört sich doch sehr interessant an.
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